Aktuelles

Informationsveranstaltungen für interessierte Studentinnen

Wenn du Interesse an dem Mutige-Mädchen-Programm hast und mehr über das Programm und deine Mitwirkemöglichkeiten erfahren möchtest, dann bist du herzlich zum nächsten Info-Termin am Mittwoch, den 29 April um 20:15 im Hörsaal 3043 eingeladen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten am Mutige-Mädchen-Programm teilzuhaben, wie zum Beispiel als Kursbetreuerin, im Rahmen eines Praktikums oder durch ehrenamtliche Mitwirkung in Teilbereichen. (mehr Infos)

Wir freuen uns auf Euch!



Würdigung durch Bärbel Schäfer

Würdigung des Präventionsprogramms “Mutige Mädchen“ durch Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer

Die „Mutigen Mädchen“ wurden von der Landesregierung mit dem 1. Platz „Jugend fördern“ beim Landesehrenamtswettbewerb ausgezeichnet – ausgewählt aus über 1000 Projekten landesweit; ein Erfolg, der das jahrelange, aufopferungsvolle Bemühen des Ehepaars Lynn und Peter Kalinowski um die Prävention sexualisierter Gewalt im Übergangsfeld von psychologischer Forschung an der Universität und pädagogischer Praxis an den Schulen würdigt. Aus diesem Anlass kam Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ins Institut für Psychologie, überbrachte ihre Glückwünsche und sagte den mehr als 30 Projektbeteiligten unter den anwesenden Gästen von Universität, beteiligten Schulen, Kommunen und der Politik, ihre Unterstützung des Projekts zu. weiter lesen



Mutige Mädchen

 Mutige Mädchen

Das Projekt „Mutige Mädchen“ ist ein bereits über mehrere Jahre an einer Vielzahl von Schulen erprobtes Programm zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung von Mädchen, das auf dem Körperpräsenz-Konzept basiert. Die Kurse umfassen incl. Workshop 17 Übungseinheiten, die an ihrer Schule von speziell geschulten Mentorinnen und Mentoren des Instituts abgehalten und grundsätzlich von einer weiblichen Lehrkraft als ständiger Ansprechpartnerin betreut werden. Neben einem Selbstverteidigungs-Teil, in dem die Mädchen durch ein Training zur Erhöhung ihrer Körperpräsenz und zur Reaktion auf Übergriffe gestärkt werden, erarbeiten sie sich im Selbstbehauptungs-Teil Verhaltenstrategien für Gefahrensituationen und zur Überwindung der Opferrolle - durch eine Reihe von Übungen und Rollenspielen fühlen sich die Mädchen in bestimmte Grenzsituationen ein und stärken dabei ihr Selbstvertrauen.

Seit dem Schuljahr 2013/14 wird das Mutige-Mädchen-Programm in allen 7. Klassen der großen Kreisstädte Emmendingen und Waldkirch im Sportunterricht umgesetzt und begleitend evaluiert.


Gewaltprävention zwischen Theorie und Praxis

Institutsverwaltung

Die Angst, Opfer einer Gewalttat zu werden, beeinträchtigt zunehmend unser alltägliches Leben - Gewaltprävention ist in aller Munde. Dabei darf die Vielschichtigkeit des Gewaltproblems nicht „einfachen“ Lösungen geopfert werden. Nicht nur potentielle Täter sind in den Blick zu nehmen, auch potentielle Opfer und Zeugen sind für brenzlige Situationen zu sensibilisieren.

Eine Vielzahl von Angeboten tummelt sich auf dem Markt der „Gewaltprävention“, aber nur wenige Erkenntnisse über die Wirksamkeit solcher Maßnahmen liegen uns heute vor. Eine wichtige Unterscheidung in diesem Zusammenhang ist die von pädagogischen Begleitprogrammen, die besonders durch die Ganztagesbetreuung zunehmend Einzug in die Schulen halten und dezidierten Maßnahmen zur Gewaltprävention, die eine ganze Reihe wissenschaftlich fundierter Kriterien zu erfüllen haben.


Das Institut

Das interdisziplinäre Institut für Gewaltprävention ist aus den Präventionsprojekten und Lehrveranstaltungen hervorgegangen, die zuvor am Institut für Soziologie der Universität Freiburg angesiedelt waren. Nachdem eine deutliche Zunahme der Aktivitäten, vor allem im Zusammenhang mit der Praxis, eine entsprechende Organisationsstruktur notwendig machte, erfolgte im Juli 2008 die Gründung als eigenständiges Institut. Die Projekte werden zwar nach wie vor in enger Kooperation mit der Soziologie durchgeführt, darüber hinaus arbeitet das Institut als interdisziplinäres aber auch mit einer Reihe weiterer Disziplinen, Hochschulen und anderen Einrichtungen zusammen, die mit dem Gewaltproblem befasst sind. Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Instituts liegt auf der Konzeption, Erprobung und Evaluation von Gewaltpräventionsprojekten mit dem Ziel, zentrale Module einer leiblich-emotionalen Bildung an unseren Schulen zu etablieren.