1. Zugänglichkeit

Die Möglichkeit der Teilnahme an den grundlegenden Programmen der leiblich-emotionalen Bildung und der Gewaltprävention soll unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Familie, aber auch vom Engagement und der Motivation der einzelnen Eltern sein. Weder können Angebote, die sich auf bestimmte gesellschaftliche Gruppen und Szenen beschränken, noch kostenpflichtige Zukäufe von Kursmodulen durch die Schulen, die mit Gebühren für die Schülerinnen und Schüler verbunden sind, die Lösung sein.

2. Breitenwirkung

Die allgemeine Schulpflicht ist der bei weitem beste Ansatzpunkt, um Maßnahmen der Gewaltprävention, oder besser noch, einer umfassenden leiblich-emotionalen Bildung, auf der diese aufbaut, in unserer Gesellschaft in der Breite zu verankern. Allein über die Schulen, hier jedoch mit Hilfe von alternativen Konzepten, welche die Grenzen der reinen „Wissensbildung“ überschreiten, wird es möglich sein, auch diejenigen zu erreichen, die z. B. mangels Eigeninitiative oder aus Mutlosigkeit den Zugang zu „freiwilligen Angeboten“ nicht finden würden – und wahrscheinlich sind das genau jene, die die Angeboten an dringendsten benötigen.

3. Implementierung

Die Integration von Basismodulen zur Gewaltprävention in die LehrerInnen-Aus- und Fortbildung und schließlich in die Lehrpläne unserer Schulen scheint dringend geboten, um nachhaltig das soziale Miteinander zu stärken, indem Kompetenzen, die dafür konstitutiv sind, durch konsequente institutionelle Einbindung in den Grundbestand unseres Bildungskanons eingehen und dann auch nicht mehr wegzudenken und wegzukürzen sind. Z.B. Universitäten: „Höheres Lehramt“/ Sekundarstufe & PHs: Grund-, Haupt- und Realschulen