Sandra Kowalevski

Projektkoordinatorin und Kursbetreuerin

schulkooperationen@iifg.de

Sandra


  • Seit 2005: Studium der Psychologie mit Nebenfach Betriebswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.


Persönliche Motivation

Schon während meiner Schulzeit war ich als Mediatorin in der Unter- und Mittelstufe tätig. Im Rahmen des schulinternen Mediationsprogrammes konnte ich zahlreiche wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen bei der Schlichtung offener und schwelender Konflikte sammeln.

In einem weiteren Projekt zur Gewaltprävention an Schulen, „Konfliktmanagement – welchen Beitrag kann der Religionsunterricht leisten?“, standen wiederum interpersonelle Konflikte zwischen Schülern im Fokus, wobei vornehmlich Mobbing im Klassenverband thematisiert wurde. Bei der Planung und Durchführung dieses Projektes, welches in den regulären Unterricht eingebettet war, unterstützte ich die zuständige Lehrerin.

Nachdem sich somit meinen Projekterfahrungen auf den Bereich „Schlichtung von Schülerkonflikten“ beschränken, finde ich es nun umso interessanter an dem Projekt „Mutige Mädchen“ mitwirken zu dürfen, welches sich die Prävention sexueller Gewalt gegen Mädchen und Frauen zum Ziel gesetzt hat. Die hohen Opferzahlen von Mädchen in der Altersstufe 14 – 18 begründen die Relevanz dieses Themas.

Insbesondere das Konzept der Körperpräsenz, welches dem Projekt „Mutige Mädchen“ zugrunde liegt, hat mich von Anfang an fasziniert. Die für uns so selbstverständliche eigene Körperbewegung rückt plötzlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit: Bewegungsstrukturen, Körperwahrnehmung, Körperausdrucksmöglichkeiten sowie Körperkontrolle werden im Konzept der Körperpräsenz gezielt geschult. Mit diesen Voraussetzungen werden Selbstbehauptung und schließlich Selbstverteidigung überhaupt erst möglich. Mädchen lernen ihre eigenen Grenzen kennen, überlegter, selbstbewusster und selbstsicherer zu agieren, Gefahrensituationen besser einzuschätzen und verfügen letztendlich auch über ein Repertoire an Verhaltensschemata und Verteidigungstechniken – entlehnt aus dem Modern Shotokai Karate - für den Ernstfall. Dies hilft Mädchen sich der eigenen Angst zu stellen und bewusst gegen die oftmals empfundene Ohnmacht im Hinblick auf sexuelle Gewalt anzukämpfen.