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Prävention sexualisierter Gewalt an Schulen - Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen

Bei einem ersten Thema mit viel Spaß bei der Sache!

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist leider allgegenwärtig, was angesichts der immer wieder in den Medien berichteten Verbrechen gegen Mädchen und Frauen besonders deutlich wird. Diese Gewalt hat jedoch viele Facetten. Besonders erschreckend wird es natürlich dann, wenn Mädchen direkt körperlich angegriffen werden. Aber auch weit unterhalb dieser Schwelle, schon durch „blöde Anmache“, Beleidigungen oder Aufdringlichkeiten, fühlen sich viele Mädchen und Frauen bedroht und lassen sich in ihrem Alltag einschränken.

Ziel des Modellprojekts “Mutige Mädchen“ ist es, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen als unverzichtbares Element einer unsere Leiblichkeit und Emotionalität umfassenden Bildung an unseren Schulen zu integrieren. Der Schwerpunkt der Kurse soll deshalb neben den körperlichen Abwehrmöglichkeiten gegen einen kräftemäßig überlegenen Angreifer vor allem auf der Sensibilisierung für Gefahrensituationen und der Stärkung des Selbstbewusstseins liegen. Das Programm basiert auf dem über viele Jahre von Peter Kalinowski an der Universität Freiburg entwickelten Körperpräsenz®-Konzept, das völlig neue Perspektiven für alle pädagogischen Felder der Gewaltprävention eröffnet.

Gruppenarbeit Das Programm wird an Grundschulen ab der 3. Klasse, an weiterführenden Schulen und auch an Förderschulen mit jeweils individueller Schwerpunktsetzung umgesetzt. Eine Mutige-Mädchen-Schulung umfasst insgesamt 17 Übungseinheiten: Fünf Doppelstunden im Rahmen des Schulkurses und einen abschließenden Tages-Workshop an einem Samstag mit sieben Einheiten, welcher der Auffrischung, Vertiefung und Erfolgskontrolle dient. Hier können die Mädchen das im geschützen Rahmen des Schulkurses Gelernte realitätsnah erproben. Außerdem werden an einigen Schulen in der Region Freiburg weiterführende Kursangebote eingerichtet, durch die das im Basismodul Gelernte unter qualifizierter Anleitung kontinuierlich vertieft werden kann.

Das Projekt wird vom Interdisziplinären Institut für Gewaltprävention (IIfG) in enger Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg und dem dortigen Institut für Psychologie durchgeführt. In diesem Modellprojekt sind auch wissenschaftliche Studien verankert. Seit November 2013 wird die Wirksamkeit des Programms im Rahmen einer Evaluationsstudie überprüft. Ein Unterrichtsleitfaden für künftige Lehrkräfte soll einen wichtigen Beitrag zur Innovation unseres Bildungssystems im Hinblick auf die bisher zugunsten der Wissensvermittlung vernachlässigten leiblich-emotionalen Faktoren von Bildung leisten.

Übungen am Schlagpolster Grundsätzlich ist bei diesem Projekt vorgesehen, dass die Deckung der Selbstkosten von Schule, Stiftungen oder Fördervereinen getragen wird und von Seiten der Schülerinnen, wenn überhaupt, auf freiwilliger Basis geschieht. So kann gewährleistet werden, dass die Teilnahme allen Schülerinnen unabhängig von sozialer Herkunft und dem Engagement der Eltern möglich ist. Die sich für uns ergebenden Kosten für die Durchführung des Programms belaufen sich auf ca. 30€ pro Schülerin, was bei 17 Übungseinheiten ein durchaus günstiges Angebot ist. Dies ist nur möglich, weil alle am Projekt Mitwirkenden fast ausschließlich ehrenamtlich tätig sind.

Die aktuellsten Informationen zum Mutige-Mädchen-Programm können Sie hier herunterladen: Mutige Mädchen Informationen Stand 2014




Unsere AnsprechpartnerInnen für die Schulprojekte sind:

Lynn Kalinowski für inhaltliche Fragen: projektentwicklung@iifg.de
Dr. Rainer Schneider-Wilkes für organisatorische Belange: schulreferat@iifg.de
Heike Petereit-Zipfel für Schulen im Raum Emmendingen: heike.petereit-zipfel@iifg.de