Dorothea Schmid

Kursbetreuerin

Dorothea


  • Seit Oktober 2005: Lehramtsstudium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • SoSe 2009: Teilnahme am Interdisziplinären Projektseminar „Gewaltprävention an Schulen – Modelle für die Sekundarstufe“ bei Dr. Peter Kalinowski.


  • April-Juni 2009: Begleitende Teilnahme an einem Mutige-Mädchen-Kurs unter der Leitung von Lynn Kalinowski an der Wentzinger Realschule in Freiburg
  • November/Dezember 2009: Kursbetreuung eines Mutige-Mädchen-Kurses (gemeinsam mit Karin Weisenberger) unter der Leitung von Lynn Kalinowski am Friedrich-Gymnasium in Freiburg.


Persönliche Motivation


Nachdem ich im Wintersemester 2008/2009 mein Praxissemester an einem Gymnasium absolviert hatte und erste eigene praktische Erfahrungen sammeln konnte, nahm ich mir für das Sommersemester vor, nach einem Seminar Ausschau zu halten, das nicht nur wieder Theoriewissen vermitteln, sondern auch für die Schule relevante sowie praktische Elemente miteinfließen lassen sollte. Und so war ich begeistert, als ich auf das von Herrn Peter Kalinowski angebotene Projektseminar „Gewaltprävention an Schulen - Modelle für die Sekundarstufe“ stieß.

Das Thema Gewalt ist schließlich allgegenwärtig. Die Nachrichten, die uns durch die Massenmedien erreichen, sind voll von Berichten über Gewalt. Man kann die erschreckende Anzahl von gewalttätigen und brutalen Vorfällen sowie Übergriffen nicht leugnen, doch oft weiß man nicht, wie man sich verhalten soll. Auch ich, als angehende Lehrerin, möchte mehr darüber wissen, wie man sich bei Vorfällen im eigenen Klassenzimmer verhalten soll und vor allem auch kann. Ob Rangeleien, Hänseleien, Mobbing oder gar körperlichen Übergriffe, die heutige Jugend scheint zu allem bereit. In Anbetracht der Tatsache, dass viele Mädchen sich kaum zu helfen wissen, wenn sie von Klassenkameraden geärgert, geschubst oder gar körperlich angegriffen werden, scheint es umso wichtiger und dringlicher, dass junge Mädchen und Frauen, die statistisch gesehen am häufigsten Opfer von Gewalttaten werden, wissen, wie sie sich in möglichen Gefahrensituationen verhalten können.

Das Modellprojekt Mutige-Mädchen bietet den Schülerinnen die Gelegenheit an einem Projekt teilzunehmen, das Elemente der Selbstverteidigung und der Selbstbehauptung miteinander vereint. So lernen die Mädchen sich nicht nur gegenüber einem kräftemäßig überlegenen Angreifer körperlich zu verteidigen, sondern sie werden auch dazu sensibilisiert, Gefahrensituationen im Voraus zu erkennen und erst gar nicht in solche zu gelangen. Es hat sehr viel Spaß gemacht während der Uni auch wieder im schulischen Bereich tätig zu sein und dabei zuzusehen, wie sich kleine schüchterne Mädchen zu selbstbewussten „Mutige-Mädchen“ entwickelten. Den Mädchen klar zu machen, dass es nicht nur von Belang ist, dass sie sich körperlich zur Wehr setzen können, sondern dass es auch auf ihre psychische Stärke ankommt, war dabei stets wichtig.