Andreas Wieland

Kursleiter und Referent für Jugendveranstaltungen

events@iifg.de

Andreas


  • Seit 2008: erste Erfahrungen in der Leitung eines Selbstbehauptungskurses an der Staudinger Gesamtschule in Freiburg im Breisgau
  • April 2008 bis Mai 2008: erste praktische Erfahrungen als Betreuer eines „Mutige-Mädchen“-Kurses unter der Leitung von Lynn Kalinowski am Goethe-Gymnasium in Freiburg.
  • Seit Beginn 2008 Mitwirkung am Pilotprojekt „Mutige Mädchen – Gewaltprävention an Schulen“
  • WS 2007/08 Teilnahme am interdisziplinären Seminar „Theorie der Gewalt – Praxis der Gewaltprävention“ bei Dr. Peter Kalinowski am Institut für Soziologie
  • Seit Oktober 2005 Studium der Soziologie, europäischer Ethnologie und Biologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau


Persönliche Motivation

Gewalt ist allgegenwärtig. Ich selbst musste in meiner Heimatstadt, meiner Jugend und meinem Lebenslauf schon des öfteren Erfahrung damit machen. Das Phänomen Gewalt übt bei einigen Subkulturen sogar enorme Faszination aus. Ich beschäftige mich im Rahmen meines Studiums schon seit Längerem mit dem Thema. In meinem Hauptfach europäische Ethnologie war der Nordirland-Konflikt mein Zwischenprüfungsthema. In der Biologie beschäftige ich mich unter anderem mit den neuronalen und allgemein physiologischen Auswirkungen, die Gewalt auf unseren Körper hat. Was passiert im Gehirn bei einem Akt der Gewalt und wie verändert uns das?

Im Fach Soziologie besuchte ich das Seminar von Dr. Peter Kalinowski, der mein Interesse für das Projekt „Mutige Mädchen.de“ weckte. Erfahrungen in Selbstverteidigung machte ich in Judo, Kickboxen, Taekwondo und schließlich mit dem effektiven israelischen Selbstverteidigungssystem Krav Maga. Es gehört zu meinen persönlichen Zielen etwas Sinnvolles, vor allem im Bereich der Jugendgewalt zu tun. Ich denke, dass die Prävention von Jugendgewalt sehr umfangreich sein muss. An vielen Punkten, angefangen vom familiären und sozialen Umfeld, über die wirtschaftliche und soziale Stellung, bis hin zur richtigen Förderung und Ausbildung, muss angesetzt werden. Außerdem müsste ein umfanfassendes Konzept durch alle Ebenen - von der Politik bis hin zur Sozialarbeit - gehen. Meine Aufgabe sehe ich hier darin, Projekte zur Gewaltprävention in der Praxis zu unterstützen. Das Konzept des „Mutige Mädchen.de“ Projektes ist schon gut ausgearbeitet und dient mir vor allem dazu, Erfahrungen zu sammeln.

Das Problem der sexuellen Gewalt wird bei der aktuellen Debatte um die Jugendgewalt oft übergangen. Ich bin der Auffassung, dass mit dem zeitlichen Rahmen von 17 Übungseinheiten, die das Kurskonzept umfasst, mit dem wir arbeiten, das damit verfolgte Ziel, das Selbstbewusstsein bei den Mädchen zu stärken, fast durchgängig realisiert werden kann.